Monats-Archive: September 2013

Die Piraten sind an den Medien gescheitert, so schreibt der Freitag. Sie sind eine internetaffine Partei, es hat sich rumgesprochen. Im Internet gibt es allerlei Informationen, seit Neustem steht hier auch das Neuste. Das Neuste finden und verteilen ist ganz klassisch der Job der Nachrichtenmacher. Doof, dass sich Piraten das Neuste auch selber suchen und verteilen. Ein Erfahrungsbericht.

Die Offenheit der Piraten und ihr Hang zur Öffentlichkeit bringt zudem mit sich, dass Neustes von und über die Piraten durch sie selbst in die Welt getragen und verteilt wird. Es hat einige Zeit gedauert, bis die Medien merkten, dass sie gar nicht exklusiv berichten, wenn Sie über die Piraten berichten. Exklusive Berichte über die Piraten gibt es vorab und frei Haus #hörthört von den Piraten. Was für eine Demütigung.

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Eine Partei macht Politik und Journalisten berichten über Politik. Beginnt nun eine Partei selbst umfassend zu berichten, kommt dies einem Frontalangriff gleich. Ziel: das Selbstverständnis politisch Medienschaffender. Die wiederum reagieren mit Angriff, Rückzug oder Schock, so eine Innovation können Journalisten nicht gutheißen, die Emotionalität ist nachvollziehbar, auch und weil es so „Mächtig gewaltig! rappelt im Redaktionen-Karton. (…und der steht im Regen)

Neue Frage: Warum scheitern die Medien an den Piraten?