Sprache bestimmt in einzigartiger Weise das Medien- und Informationszeitalter. In Textform ist Sprache die Ressource der Wissensgesellschaft. Die Produktion von Texten steigt so unaufhörlich, wie die Anzahl der Autoren und die Anlässe zu denen Texte verfasst werden.

Wissenschaftliche Publikationen, Beiträge in sozialen Netzwerken und Artikel in Blogs liefern ein immer detaillierteres Abbild unserer Zeit. Studierende und Forscher nutzen online Bibliotheken für ihre wissenschaftliche Arbeit. In den sozialen Netzwerken diskutieren tausende Nutzer zu gesellschaftlichen und politischen Themen, sie: „Lesen, Verstehen und Schreiben“.

Am Institut für grafische Wissensorganisation wird Text verarbeitet. Mit dem Algorithmus „Textrapic“ simulieren wir: „Lesen, Verstehen und Schreiben“. Wir verdichten zehntausende Textseiten von Autoren auf wenige Seiten. Argumente aus tausenden Nutzerbeiträgen werden mit „Textrapic“ analysiert und in einer Stimme zusammengefasst.

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Zum Lesen: Wir übertragen die Begriffe eines vorab durchsuchten Quellenbestandes in eine Tabelle. Verschiedene mathematische Funktionen liefern, je nach Fragestellung ein Bündel relevanter Begriffe zur Bildung von Vektoren. Ein künstlich neuronales Netz simuliert, konfrontiert mit diesen Vektoren „Das Verstehen“, die eigentliche Innovation der Textverarbeitung.

Zum Verstehen: Kern der Innovation ist die Bildgebung, also die Umwandlung der Texte in Bilder. Im Ergebnis liefern leicht zu interpretierende grafische Karten Hinweise zur Sinnstruktur analysierter Textquellen. Auf dieser Grundlage finden sich sehr schnell Deutungsmuster die, vereinfacht in Schemen eine gezielte, computerunterstützte Zusammenfassung der originalen Quellen ermöglicht.

Zum Schreiben: Die Schemen stimulieren Gedanken und regen Fragen an. Gezielte schwerpunktbezogene Suchabfragen an die Originalquellen bringen passende Abschnitte und kurze Textpassagen zur Anzeige. Übernommen in ein Exzerpt entsteht ein Dokument, hoch verdichtet und reich an relevanten Aussagen, von deutlich geringerem Umfang, als das ursprüngliche Material. Die Textauswertung endet nach konzentrierter, mehrfach wiederholter Lektüre, in einer sinngemäßen Zusammenfassung des mit Computerunterstützung ausgelesenen Exzerptes.

to be continued

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