…twitterte jüngst Frederik Fischer von Tame, was er damit meint, will ich hier erahnen. Die schreibende Zunft sucht nach neuen Lösungen zum ordnen, einordnen und Zusammenhänge deutlich machen, sie recherchiert: vor Ort, in Archiven und liefert Neuigkeiten und Hintergründe, so war es immer und so könnte es auch bleiben, wär da nicht das Internet. Ein Problem? Für die Wissenschaft ist es eine Herausforderung. „Die Recherche“ als neues und spannendes Forschungsfeld. Dies ist nun auch mein Tummelplatz.

Eigentlich hatte ich ein Verfahren vor Augen, dass hilft Dissertationen zu durchstöbern, um dann – Palim-Palim – schneller schreiben zu können, der unendlichen Textwüste Herrin geworden, irgendwie wie WALL•E.

Dann meinten die Kollegen von Datasift: „Tweets sind doch auch Text“ kann man kaufen. Das habe ich gemacht und das Zeug in meinen WALL•E gekippt und siehe da „Sie haben eine neue Nachricht. Was mein WALL•E aus den Tweets zurechtsortierte, fand auch die internationale Presse. Vielleicht genauer, vielleicht auch besser recherchiert, keine Ahnung.

Als WALL•E sich im Juni an WordPress versucht hat und 400 englischsprachige Artikel mit dem Tag #Afghanistan zu Themenhäufchen stapelte, gab es am Ende etwas dem Anschein nach Journalistisches, ohne Journalisten. Mein WALL•E hat das Treiben seiner weitweniger friedfertigen Kollegen thematisiert und ich finde das komisch: „Maschinen schreiben über Maschinen“. Ist das dieser Postjournalismus?

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