Seit ihrem Beginn im Jahr 2004 hat es über 340 Drohnenangriffe auf pakistanischem Gebiet gegeben. Die Opfer der Angriffe sind Männer, Frauen, Jugendliche und auch Kinder. Nur einige der Opfer sind Mitglieder von terroristischen Organisationen, andere von ihnen sind es nicht. Wie das Bureau of Investigative Journalism (UK) ermittelte, waren von den rund 3.300 Menschen, die in verdeckten Drohnenangriffen seit 2004 getötet wurden, 884 Zivilisten und 176, wenn nicht sogar weit mehr Kinder.

Sind diese Drohnenangriffe eine Verletzung der nationalen Souveränität Pakistans? Ist ein Ende der Drohnenangriffe, das Töten von Menschen ausschließlich auf der Basis von verdächtigen Aktivitäten in Sicht?

Premierminister Nawaz Sharif sagte in diesem Monat, dass Drohnenangriffe eine “Herausforderung” für die Souveränität Pakistans seien. Pakistan missbilligt die Drohnen-Angriffe und US-Beamte rechtfertigen sich. So wurde bei einem der jüngsten US-Drohnenangriffe der stellvertretende Chef der pakistanischen Taliban, welcher mutmaßlich an einem Selbstmordanschlag auf einen „Central Intelligence Agency“ Außenposten in Afghanistan beteiligt war, getötet. Nach Angaben der US-Beamten verloren bei dem Anschlag in 2009 sieben Amerikaner ihr Leben. Der neue pakistanische Premierminister fordert nun das Ende der US-Drohnenangriffe.

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